Liste und Karte der Aussichtspunkte auf Gran Canaria
Vintage Illustrationen Gran Canaria

Liste und Karte der Aussichtspunkte auf Gran Canaria

der beste Blick auf die Sehenswürdigkeiten der Insel

Gran Canaria ist das komplette Gegenteil einer flachen Insel, die bis zu 2000 Meter hohen Berge reichen oft direkt bis an die Küste und bieten deshalb oft spektakuläre Blicke auf die Orte und Naturmonumente von Gran Canaria. Ein Netz von Miradores überzieht die Insel - "Mirador" ist der lokale Begriff für befestigte und dokumentierte Aussichtspunkte meist sogar mit Parkmöglichkeit.

Überblick: Was ist ein Mirador?

Gran Canaria wird oft "Kontinent im Miniaturformat" genannt – und das liegt vor allem an seinem Relief. Auf engstem Raum steigt die Insel von der Küste bis auf fast 2.000 Meter an, sodass Straßen sich in engen Kehren durch Barrancos und über Kraterränder winden. An vielen dieser Streckenabschnitte wurden offizielle Aussichtspunkte angelegt, auf spanisch Mirador genannt: befestigte, meist ausgeschilderte Plätze mit Parkmöglichkeit, oft mit Mauer oder Geländer zur Absicherung. Sie unterscheiden sich damit von zufälligen Fotostopps – ein Mirador ist Teil der touristischen Infrastruktur der Insel und in der Regel ganzjährig frei zugänglich.

Aussichtspunkte im Inselinneren – Cumbre und Caldera de Tejeda

Das bergige Zentrum um Tejeda, Cruz de Tejeda und den Pico de las Nieves bündelt die meiste Aussichtspunkt-Dichte der Insel. Hier liegen die Miradores an der Straße zwischen Cruz de Tejeda und Artenara (Degollada de las Palomas, Pinos de Gáldar) sowie abgelegenere Punkte wie der Mirador del Roque Palmés bei El Toscón. Der Pico de las Nieves gehört zu den meistbesuchten Punkten der Insel, ist mit rund 1.949 m aber nicht der höchste Berg Gran Canarias – diesen Titel trägt der benachbarte Morro de la Agujereada mit 1.956 m. Zudem bietet der Pico de las Nieves keine 360°-Rundumsicht: Die freie Sichtachse reicht von Nordwesten bis Südosten, während Richtung Norden, Nordosten und Osten kein Fernblick besteht.

Aussichtspunkte an der Westküste

Die Westküste zwischen La Aldea de San Nicolás und Agaete zählt zu den dramatischsten Abschnitten der Insel. Der Mirador del Balcón (Andén Verde) hängt mit einer Glasplattform über der Steilküste, während der versteckte Mirador Llanos de la Mimbre im Pinar de Tamadaba nach kurzem Fußweg einen weiten Blick über den Barranco de Guayedra bis nach Puerto de las Nieves und – bei klarer Sicht – bis zum Teide auf Teneriffa freigibt.

Aussichtspunkte im Norden

Im Norden dominiert der Mirador de la Marquesa auf der Montaña de Arucas: Die Straße windet sich spiralförmig um den erloschenen Vulkankegel bis zum Rundumblick über Arucas, die Nordküste und bei guter Sicht bis zur Bucht von Las Canteras und der Halbinsel La Isleta.

Aussichtspunkte in Las Palmas de Gran Canaria

Auch die Hauptstadt selbst liegt großteils auf Hügeln, was innerstädtische Aussichtspunkte ohne Anfahrt ins Inselinnere ermöglicht: vom Kathedralenturm über der Altstadt bis zu den Stadtviertel-Miradores San Nicolás, San Antonio, San Juan und dem Hügel oberhalb des Confital-Strands mit Blick auf die gesamte Playa de Las Canteras.

Beste Reisezeit und Sichtbedingungen

Die Fernsicht auf Gran Canaria hängt stark vom Wetter ab. Am häufigsten sind klare Sichtverhältnisse in den Morgenstunden, bevor sich im Tagesverlauf Wolken an den Berghängen bilden. Bei einer Inversionswetterlage entsteht oberhalb von rund 1.000–1.500 Metern häufig ein spektakuläres Wolkenmeer, während Küstenorte darunter im Grau liegen. Umgekehrt kann Calima (Saharastaub) die Fernsicht auf Teneriffa und den Teide tagelang komplett verhindern.

Verkehrsverbindungen

Die meisten Aussichtspunkte im Inselinneren, im Norden und an der Westküste liegen abseits des dichten Guaguas-Global-Liniennetzes und sind praktisch nur mit dem Mietwagen oder im Rahmen einer organisierten Inselrundfahrt erreichbar. Die genauen Anfahrtswege und – soweit vorhanden – Buslinien sind auf den jeweiligen Einzelseiten der Miradores aufgeführt. Die städtischen Aussichtspunkte in Las Palmas sind dagegen zu Fuß oder mit den Guaguas Municipales erreichbar; Details dazu finden sich auf der Seite zu den Aussichtspunkten in Las Palmas.

Mirador Degollada de las Palomas

Mirador Degollada de las Palomas

Mein Geheimtipp über der Caldera de Tejeda

Der Mirador Degollada de las Palomas ist für mich einer der spektakulärsten Aussichtspunkte auf Gran Canaria. Direkt an der Straße zwischen Cruz de Tejeda und Artenara gelegen, bietet er einen fast vollständigen Überblick über das Zentrum und den Westen der Insel. Links erkennt man Cruz de Tejeda und die Höhen am Pico de las Nieves, davor stehen Roque Nublo und Roque Bentayga wie steinerne Wahrzeichen in der Landschaft. Nach Westen folgt der Blick den tief eingeschnittenen Schluchten in Richtung La Aldea. Bei klarer Sicht erscheint dahinter Teneriffa mit dem Teide. Das Beste daran: Man steigt aus dem Auto, geht nur wenige Schritte und steht unmittelbar vor diesem gewaltigen Panorama.

Mirador Pinos de Gáldar auf Gran Canaria

Mirador Pinos de Gáldar auf Gran Canaria

Panoramablick über den gesamten Norden der Insel

Der Mirador Degollada de las Palomas ist für mich einer der spektakulärsten Aussichtspunkte auf Gran Canaria. Direkt an der Straße zwischen Cruz de Tejeda und Artenara gelegen, bietet er einen fast vollständigen Überblick über das Zentrum und den Westen der Insel. Links erkennt man Cruz de Tejeda und die Höhen am Pico de las Nieves, davor stehen Roque Nublo und Roque Bentayga wie steinerne Wahrzeichen in der Landschaft. Nach Westen folgt der Blick den tief eingeschnittenen Schluchten in Richtung La Aldea. Bei klarer Sicht erscheint dahinter Teneriffa mit dem Teide. Das Beste daran: Man steigt aus dem Auto, geht nur wenige Schritte und steht unmittelbar vor diesem gewaltigen Panorama.

Mirador Llanos de la Mimbre

Mirador Llanos de la Mimbre

Versteckter Aussichtspunkt im Naturpark Tamadaba

Der Mirador Llanos de la Mimbre ist einer der spektakulärsten und zugleich verstecktesten Aussichtspunkte auf Gran Canaria. Er liegt mitten im Pinar de Tamadaba, hoch über den steilen Felswänden südlich von Agaete. Mit dem Auto fährt man über die kurvenreiche Bergstraße bis zur gleichnamigen Campingzone Llanos de la Mimbre. Von dort führt ein kurzer, ungefähr 200 Meter langer Weg durch den Kiefernwald. Die Aussicht bleibt dabei fast vollständig verborgen. Erst am Ende öffnet sich unvermittelt ein gewaltiges Panorama nach Norden und Westen: tief unten der Barranco de Guayedra, dahinter Agaete und Puerto de las Nieves, die Steilküste des Risco Faneque und bei klarer Luft Teneriffa mit dem Teide am Horizont.

Mirador de la Marquesa auf der Montaña de Arucas

Mirador de la Marquesa auf der Montaña de Arucas

Rundumsicht vom Vulkankegel der Montaña de Arucas

Der Mirador de la Marquesa bei Arucas gehört zu den bequemsten Aussichtspunkten im Norden Gran Canarias. Die Straße windet sich spiralförmig um den ehemaligen Vulkankegel und eröffnet bereits während der Auffahrt immer neue Perspektiven. Oben reicht der Rundumblick über den historischen Stadtkern von Arucas, die Nordküste und die dicht bebauten Küstenzonen bis nach Las Palmas. Bei klarer Sicht erkennt man die Bucht von Las Canteras und die Halbinsel La Isleta. In der entgegengesetzten Richtung ziehen sich die grünen Berghänge über Los Portales und Firgas bis in Richtung Teror. Besonders praktisch: Der Aussichtspunkt ist direkt mit dem Auto erreichbar und lässt sich hervorragend mit einem Besuch der Altstadt oder des Jardín de la Marquesa verbinden.

Was bedeutet "Mirador" auf Gran Canaria?

Mirador ist der spanische Begriff für einen offiziell angelegten und ausgeschilderten Aussichtspunkt, meist mit Parkmöglichkeit und Absicherung durch Mauer oder Geländer.

Ist der Pico de las Nieves der höchste Punkt Gran Canarias?

Nein. Der Pico de las Nieves liegt auf rund 1.949 m, der höchste Punkt der Insel ist der benachbarte Morro de la Agujereada mit 1.956 m.

Braucht man für die Aussichtspunkte im Inselinneren einen Mietwagen?

Für die meisten Miradores im Inselinneren, im Norden und an der Westküste ja – sie liegen abseits des regulären Buslinien-Netzes und sind am besten mit dem Mietwagen oder im Rahmen einer Inselrundfahrt erreichbar.

Wann ist die Fernsicht auf Gran Canaria am besten?

Am zuverlässigsten sind die Morgenstunden, bevor sich tagsüber Wolken an den Berghängen bilden. Calima (Saharastaub) kann die Fernsicht dagegen tagelang stark einschränken.

Sind die Aussichtspunkte kostenlos zugänglich?

Ja, alle auf dieser Seite gelisteten Miradores sind frei und kostenlos zugänglich.